Konzept Sprachförderung vor dem Kindergarten



 

 

 

 

 

 

Konzept Sprachförderung vor dem Kindergarten

Spielgruppe plus

 

 

1      Konzept

1.1      Trägerschaft

Die Trägerschaft für die Spielgruppe plus ist die Primarschule Oetwil/Geroldswil.
Die Kosten für das erste Betriebsjahr des Projekts Spielgruppe plus waren durch einen Quimsbeitrag des Schulhauses Fahrweid gesichert.

 

Die weitere Finanzierung wurde an der Sitzung vom 30.5.12 wie folgt beschlossen: nach Abzug der Elternbeiträge werden 1/3 der Gesamtkosten als Sockelbeitrag zu gleichen Teilen auf die Gemeinde Geroldswil (1/4), Gemeinde Weiningen (1/4), Primarschule Oetwil-Geroldswil (1/4) und Primarschule Weiningen (1/4) aufgeteilt. Die verbleibenden 2/3 werden anhand der Wohnorte der Kinder in der Spielgruppe plus den Gemeinden Geroldswil resp. Weiningen verrechnet. Es werden die effektiv anfallenden Kosten verrechnet. Die Spielgruppe plus muss ausgeglichen abgerechnet werden (kein Gewinn).

 

Die Trägerschaft stellt bei der Kantonalen Fachstelle für Integrationsfragen jährlich einen Antrag auf Unterstützungsbeitrag. Eventuell gesprochene Gelder werden bei der Vollkostenrechnung in Abzug gebracht.

 

1.2      Kurzprojektbeschreibung

Die Spielgruppe plus bietet Kindern in der Fahrweid die Möglichkeit, vor dem Kindergarten wichtige Primärerfahrungen als Basis für eine gute Persönlichkeits-, Sprach- und Lernentwicklung zu machen. Die Gruppe besteht aus max. 10 Kindern. Ein wichtiger Bestandteil der Spielgruppe plus ist die integriert durchgeführte Sprachfördersequenz.

 

 

 

 

2      Projektbegründung

2.1      Ausgangslage

Es gibt keine Spielgruppe in der Fahrweid. Mangels Angebot werden viele Kinder ohne Spielgruppenerfahrung eingeschult. Wenige Familien bringen ihre Kinder nach Geroldswil oder Weiningen in eine Spielgruppe.

2.2      Bedarf

Viele Kinder kommen ohne oder mit sehr wenig Deutschkontakt in den Kindergarten. Vielen ist es nicht möglich, mit der Sprachförderung im Kindergarten das Sprach-defizit aufzuholen.

Zudem ist es wissenschaftlich erwiesen, dass der Spracherwerb bis ca. zum
4. Lebensjahr einfacher verläuft als später. Eine Sprachförderspielgruppe bietet den Kindern Erlebnisplätze und Begegnungsanlässe. Sie können bereits vor dem Kindergartenbeginn Kontakte zu Gleichaltrigen ausserhalb der Familie knüpfen. Die Kinder kommen bereits mit der deutschen Sprache in Kontakt und erleben andere Sprachen und Kulturen.

2.3      Ähnliche Projekte in der näheren Umgebung

Spielgruppe plus, Projekt des Volksschulamtes Kanton Zürich (VSA) und Amt für Jugend und Berufsberatung (AJB) z.B. im Schulhaus Wolfsmatt in Dietikon oder im Familienzentrum in Schlieren.

 

3      Beabsichtigte Wirkungen

3.1      Vision

Den Kindern soll ein besserer Start in der Schule ermöglicht werden. Durch die früh geförderte Sprachkompetenz der Kinder, kann sich die Kindergärtnerin im Kinder-garten wieder vermehrt auf andere Basisfähigkeiten konzentrieren und diese fördern.

Beim Eintritt in die 1. Klasse sind die Kinder sicherer im Sprechen und Verstehen der Deutschen Sprache. Dies erleichtert ihnen das Erlernen der Schriftsprache (Lesen und Schreiben).

Es wird erwartet, dass somit der DaZ-Unterricht gestützt wird und auch dort höhere Ergebnisse erzielt werden.

Durch die Spielgruppe plus kommen die Eltern bereits sehr früh mit unserem Bildungssystem und dessen Anforderungen in Kontakt.

 

 

 

 

3.2      Ziele

Die Spielgruppe plus spielt eine wichtige Rolle im vorschulischen Förderangebot. Die Eltern bringen die Kinder gerne in diese Gruppe.

Die Kinder kommen spielerisch in Kontakt mit der Deutschen Sprache. Sie erlangen Sicherheit im Verstehen, Sprechen und der Kommunikation.

Das Angebot Spielgruppe plus erreicht auch Familien, die ihr Kind nicht aus eigener Initiative in eine Spielgruppe schicken würden.

 

4      Zielgruppe und Personal

4.1      Zielgruppe:

Kinder zwischen 2,5-5 Jahren (1-2 Jahre vor dem Kindergarteneintritt) aus allen sprachlichen und kulturellen Kreisen aus der Fahrweid.

4.2      Personal:

-              Spielgruppenleiterin mit Spielgruppenplus Weiterbildung

-              Assistentin der Spielgruppenleiterin mit guten Deutschkenntnissen

 

5      Umsetzung

5.1      Zeitlicher Rahmen (Terminplan)

Schuljahr 2010/11:

  1. Öffentlichkeitsarbeit vorbereiten      (Flyer erstellen, übersetzen lassen, drucken)
  2. Öffentlichkeitsarbeit ausführen      (Flyer streuen, Elterninformationsbesuche)
  3. Spielgruppenleiterin anstellen      und evtl. WB ermöglichen
  4. Lokalität fixieren
  5. Elterninformationsabend mit      definitiver Anmeldung durchführen

 

Schuljahr 2011/12

1.   Start der Spielgruppe plus (August 2011)

 

Schuljahr 2014/15

  1. Evaluation

 

5.2     Gruppeneinteilung / Gruppengrösse

Bei genügend Anmeldungen kann die Gruppen altersdifferenziert geführt werden, (z.B. 2.5 – 3.5 Jahre alt und 3.5 – 4.5 Jahre alt), umso die grosse Entwicklungs-heterogenität auszugleichen.


 

 

 

6      Zeit und Ort

6.1      Häufigkeit und Dauer

Die Spielgruppe plus findet zweimal pro Woche für 2,5 Stunden statt. Ob Morgen oder Nachmittag hängt von der Verfügbarkeit der Räumlichkeiten ab. Die Eltern verpflichten sich während eines Schuljahres, ihr Kind regelmässig in die Spielgruppe plus zu bringen.

6.2      Standort und Räumlichkeiten

Benötigt werden ein bis zwei Zimmer im oder in der Nähe des Schulhauses Fahr-weid. Die Zimmer müssen mit dem üblichen Mobiliar und Material für Spielgruppen sowie spezifischem Sprachfördermaterial ausgerüstet sein.

Steht nur ein Zimmer zur Verfügung, muss dieses gut abgetrennt werden können, damit die Sprachfördersequenz ungestört durchgeführt werden kann.

 

7      Evaluation

7.1      Wirksamkeit der Sprachförderung

Es besteht bereits eine umfangreiche Auswertung des Projekts Spielgruppe plus durch das Marie Meierhofer-Institut für das Kind, Zürich.

 

Deshalb führt die Q-Gruppe nur noch eine strukturelle Evaluation (Nachfrage, Finanzierung, Akzeptanz) des Projekts nach 3 Jahren durch.